Auf der ganzen Welt feierten Christen am Heiligen Abend die Geburt unseres Herrn und Erlösers Jesus Christus, so auch in Kobern.
Um 16:00 Uhr begannen die Kinder mit ihrer "Kinderkrippenfeier". Nach einigen Wochen der Vorbereitung und Proben fieberten 37 Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren am Nachmittag ihrem Auftritt im Krippenspiel entgegen. Auf Initiative von Iris und Sebastian Brohl sowie Kristina Basche fand dieses in diesem Jahr zum zweiten Mal statt. Die einzelnen Szenen des Spiels wurden vom Musikverein Kobern mit den alten und bekannten Weihnachtsliedern verbunden. Erwähnenswert ist, dass die Kirche fast voll besetzt war. Waren doch viele Eltern, Großeltern und Verwandte gespannt auf die kleinen Darstellerinnen und Darsteller.
Zurück zum Krippenspiel: Charlotte, die von der Weihnachtsgeschichte total begeistert war, erklärte ihrem Freund Tim, der offensichtlich so gar keine Ahnung von dem weihnachtlichen Geschehen hatte, die Ereignisse um die Geburt Jesu Christi vor 2000 Jahren.
Maria und Josef standen natürlich im Mittelpunkt. Scharen von Engeln schwebten über die Bühne und die Hirten folgten mit ihren Schafen dem Ruf des Engels zur Krippe und verbreiteten nach dessen Botschaft die frohe Kunde unter dem Volk in der Kirche. Weise aus dem Morgenland hatten den Stern gesehen und folgten ihm nach Bethlehem und brachten Gold, Weihrauch und Myrrhe und beteten das Kind an.
Es war herzerwärmend, mit welcher Spielfreude die Kinder bei der Sache waren. Am Ende des Spiels wünschten sie allen die gekommen waren: „Frohe Weihnachten“.
Sebastian Brohl bedankte sich bei den Unterstützerinnen und Unterstützern. Besonders erwähnte er die Eltern der Kinder, die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde, den Musikverein und die Näherinnen der neuen, Kostüme für die kleinen Könige, die erstmals zum Einsatz kamen. Natürlich wird dies auch bei der Sternsingeraktion Anfang 2026 so sein.
Toll, was ehrenamtliches Engagement und Initiative auf die Beine stellen kann.
Nach einer kleinen Pause wechselten die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins auf die Empore und die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchors Kobern-Gondorf kamen hinzu um gegen 17:30 Uhr mit einem Vorprogramm zur "Einstimmung auf die Christmette" zu beginnen. Insbesondere der Tenor wurde durch Sänger des Projektchors Maifeld-Untermosel verstärkt.
Wie es schon Tradition ist, wurden im Wechsel, aber auch gemeinsam, alte und bekannte Stücke aus dem weihnachtlichen Repertoire der beiden Vereine zu Gehör gebracht.
Um 18:00 Uhr begann unter Leitung von Kooperator Pfarrer Konrad Lisowski die "Christmette" mit dem Gemeindelied „Heiligste Nacht“ (GL 754). Diese und viele weitere Gemeindelieder wurden festlich durch den Musikverein begleitet.
Zur Gabenbereitung sang der Chor in Begleitung des Musikvereins „Transeamus usque Bethlehem“ von Joseph Ignaz Schnabel (1767-1831) und zur Kommunion in Begleitung am Klavier durch Ralf Dötsch die deutsche Übersetzung des „Nativity Carol“ des zeitgenössischen englischen Komponisten John Rutter (*1945).
Am Schluss der Mette erklang – wie sollte es auch anders sein – in der abgedunkelten Kirch ‚das‘ Weihnachtslied: „Stille Nacht“ (GL 249).
Die musikalische Gesamtleitung hatte Ralf Dötsch. Dirigiert wurde Chor und Musikverein von ihm bzw. Sinje Schmidt-Dötsch.
Zu erwähnen sei noch, dass es sich der Musikverein - wie schon seit vielen Jahren - nicht nehmen gelassen hat, am späteren Heiligen Abend ein weihnachtliches Medley von der Burg aus zur Freude der Dorfbewohnerinnen und -bewohner zu spielen.
Allen, die zur Gestaltung des Heiligen Abend aktiv oder unterstützend beigetragen haben, an dieser Stelle ein herzliches „Vergelt’s Gott“.






